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Beitrag  Sebero XI von Falkenburg am Fr 29 März 2013 - 8:43

Mit wehenden Haaren und starrem Blick stand Sebero auf dem höchsten Turm der Falkenburg. Seine Kleidung flatterte wild, gezerrt vom Wind, um seinen schmalen und zierlichen Körper.
Langsam drehte er sich um sich selbst, seine Augen verfolgten etwas das Kreise um die Burg zog. Sebero war wie gebannt von dem was dort flog. Ein Falke. Ganzer Stolz und Wahrzeichen seiner Familie. So fasziniert war er, wie leicht und unbeschwert sich das Tier durch die Lüfte gleiten lies, dass er die Kälte dieses winterlichen Tages kaum registrierte. Erst ein langgezogener Pfiff von unterhalb auf dem Flugplatz der Falknerei machte ihm wieder bewusst, dass er erbärmlich fror. Zitternd zog er seinen Mantel enger um sich und blickte dem Falken nach, der nun selbst einen Pfiff ausstieß und im Sturzflug hinunter raste. Erst kurz vor dem Boden bremste er den Flug ab und landete auf dem ausgestreckten Handschuh des Falkners Rambod.
“Gut gemacht, er macht wahrlich große Fortschritte.“ hörte Sebero einen anderen Mann sagen der einige Meter von Rambod entfernt stand. Es war Falkmar, der Oberste Falkner, ein dynamischer jedoch schon etwas älterer Mann, der vor einigen Jahren mit Seberos Vater zusammen die Falknerei wieder aufgenommen hatte nachdem sie lange Zeit nichtmehr auf Falkenburg praktiziert wurde. Doch Donarger, der nun Burggraf war, führte die alte Tradition wieder ein und so kam es, dass es auf Falkenburg wieder Falken gab.
Normalerweise würde Sebero ebenfalls dort unten stehen und seine Falken fliegen lassen. Jedoch hatte er Hausunterricht und durfte eigentlich nichtmal hier oben sein.

Sebero wandte sich ab um wieder hinein zu gehen. Hofmeister Konrad würde ihn bestimmt schon vermissen. Der volle Name lautete Sebero, der XI. Donargerssohn von Falkenburg und er war der Erbe der Burggrafschaft.
Hastig stieg er die Wendeltreppe hinab um zurück in die Bibliothek zu gelangen welche sich im angrenzenden Gebäude des Turmes befand. Es gab eine Türe direkt zum Turmaufstieg welche Sebero benutzte und sich somit in der großen und vorallem warmen Halle befand. Langsam und ohne sich die Kälte in seinen Glieder anmerken zu lassen begab er sich zu einem der großen Tische. Dort saßen seine Geschwister zusammen mit dem Hofmeister und Hauslehrer Konrad. Sie blickten nur kurz auf, obwohl er fast eine halbe Stunde oben auf dem Turm gewesen ist, und setzten ihre Übungen fort.
“... das sind also die Häuser Tierstein und Reichenbach.“ beendete Konrad seinen Satz, “Sie müssten in den nächsten Tagen hier ankommen. Die Reise im Winter ist sehr beschwerlich, daher kann es auch länger dauern als geplant. Doch ganz egal wann sie kommen, wir empfangen sie mit Freuden und bieten ihnen den bestmöglichen Komfort den die Falkenburg vorweisen kann.“ Konrad lächelte und machte dann ein mahnendes Gesicht.
“Und ihr werdet euch benehmen, damit das klar ist.“
Kurz darauf lächelte er wieder und beendete den heutigen Unterricht.
Irminar und Adala stürmten sofort hinaus um sich irgendwelchen Spielen zu widmen. Wahrscheinlich würden sie ihren Bruder Wittekind dazu holen, der noch zu klein für den Unterricht war. Sebero jedoch blieb in der aufgewärmten Bibliothek. Es war ohnehin sein Lieblingsort auf Falkenburg abgesehen von der Falknerei. Dort war es zu dieser Jahreszeit allerdings unangenehm kalt und der Erbgraf war weit weniger dort als im Sommer.
Der junge Mann ging zu einem der großen Fenster hinüber. Von dort konnte er hinunter auf den gewundenen Pfad blicken, der von der Stadt im Tal hinauf zur Burg führte.
“Ob sie den gesamten Hofstaat hier hinauf bringen werden?“ fragte Sebero den Hofmeister.
“Nun, das wäre durchaus denkbar.“ antwortete Konrad nach kurzem nachdenken.
“Der Weg ist jedoch nicht so leicht zu begehen mit großen, schweren Wagen.“ merkte Sebero an. Konrad nickte nur und ließ den Jungen alleine.

Völlig in Gedanken malte sich Sebero aus wie eine lange Wagenkolonne durch den Wald hinauf zur Burg fuhr. Sie würden das untere Tor erreichen und spätestens dann würde die Nachricht von ihrer Ankunft durch alle Räume gehen. Die Wagen würden dann durch das Tor fahren und vor seinem Blick verborgen sein, denn sie müssten durch den Tunnel fahren und würden erst kurz vor dem großen Burghof wieder herauskommen. Dort war ein weiteres Tor, welches bei einem Angriff die zweite Hürde darstellte. Die meisten Wagen der Kolonne würden im großen Burghof bleiben. Dort war genug Platz. Man würde die Pferde abspannen und nur Wikbert II Ulfriedssohn und Marada Gebhardstochter und ihre höchsten Würdenträger und engsten Bediensteten würden in den inneren Burghof weiterfahren. Dazu müssten sie einen weiteren Tunnel passieren. Dort würde dann der Hofstaat von Falkenburg aufgestellt sein um die Gäste zu begrüßen. Der innere Burghof war umringt von hohen Gebäuden, in einer Ecke befand sich der hohe Turm der nocheinmal doppelt so hoch war wie die Dächer der eigentlichen Burg.
Eine steinerne Treppe führte in eines der Gebäude. Dort befand sich ein Audienzsaal, etwa genauso groß wie die Bibliothek welche direkt darüber war. Hier würden sie für die Zeit des Aufentalts der Gäste essen und feiern. Ausserdem war für die Gäste ein ganzer Gebäudetrakt als Gästequartier umfunktioniert worden.
Falkenburg hatte selten so hohen Besuch, daher musste einiges improvisiert werden.
Sebero war gespannt und freute sich darauf.


Zuletzt von Sebero XI von Falkenburg am Fr 29 März 2013 - 8:48 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet (Grund : Farbe geändert)

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Re: Auf Falkenburg

Beitrag  Wikbert von Reichenbach am Mo 1 Apr 2013 - 7:20

Burggrafschaft Falkenburg, 42. Hartmond 404

Genau eine Woche verging seit diesem Gespräch und der Tross näherte sich der Burg, die ihr Ziel war. Schon vor einiger Zeit sah man die Türme der Burg in den Himmel emporragen, doch nun näherte man sich dem gewaltigen Tor, dass den Zugang zur Falkenburg darstellte. Vermutlich sahen die Gastgeber die Gäste bereits aus einiger Entfernung näher kommen. Wikbert freute sich, den Burggrafen von Falkenburg mal wiederzusehen. Das letzte Treffen war bereits einige Jahre her. Er war damals selber noch fast ein Kind.

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Re: Auf Falkenburg

Beitrag  Sebero XI von Falkenburg am Do 4 Apr 2013 - 0:54

In der Bibliothek:
Als Sebero verträumt aus dem Fenster der Bibliothek blickte bemerkte er plötzlich Bewegungen durch den kahlen, winterlichen Wald. Auf dem geschlängelten Weg vor dem Tor der Falkenburg erkannte er etwa ein Duzend Reiter und ein paar Männer und Frauen zu Fuß.
Das werden Wikbert und Madara sein... vermutete Sebero und sprang vom Fenster zurück.
Freudig rufend lief er zum Hof hinunter "Sie sind da! Sie sind endlich gekommen."

Vor dem Tor zur Falkenburg:
Das Tor öffnete sich langsam, zwei Flügel aus dickem Eichenholz mit schweren eisenen Beschlägen schwangen nach aussen und rasteten klackend in ihre Halterungen. An dem großen Eingangstor gab es ein Fallgitter welches jedoch nicht heruntergelassen war.
Drei Wachen in schlichter Rüstung mit beigefarbenem Wappenrock auf dem ein schwarzer Falke gestickt war - das Zeichen von Falkenburg - kamen heraus. Zwei von ihnen trugen Helme und lange Hellebarden, sie flankierten das Tor zu beiden Seiten. Der dritte hatte nur ein Schwert dabei und schien ein höher gestellter Wachmann zu sein. Dieser schritt auf Wikbert und die anderen zu und eröffnete freundlich das Wort.
"Willkommen, Herzog Gebhard von Tierstein, Graf Wikbert Ulfriedssohn und" er wandt sich an die Reiterin neben ihm, "..., Gräfin Marada Gebhardstochter auf Falkenburg. Mein Name ist Aldamar, Hauptmann der Wachen. Ich werde euch hinauf zur Burg begleiten wenn es recht ist."
Damit verschwand er wieder hinter dem Tor und holte ein Pferd hervor. Er saß auf und wartete bis die beiden zu ihm aufschlossen um dann gemeinsam durch den Tunnel zu reiten.

Bei Sebero:
Auf dem Weg zum Tor überholte ihn sein kleiner Bruder, seine Schwester konnte noch nicht mit ihm mithalten und blieb hinter ihm. Als sie den großen Burghof erreichten wurde gerade eben das Tor, welches den ersten Tunnel nach innen hin abriegeln konnte, geöffnet. Sebero erkannte einen jungen Reiter und vermutete, dass es Wikbert war.
Respektvoll blieben die drei Geschwister vor dem Tor zum inneren Burghof stehen. Sebero drängte sich an erste Stelle, denn ihm gebürte die Aufgabe die Gäste zu begrüßen. Bald kamen auch der Kanzler, der Hofmeister welcher Wittekind mitbrachte sowie Falkmar und Gebhard der Waffenmeister hinzu. Ausserdem hatten sich alle Männer und Frauen zu einem Spalier aufgestellt um die Grafen gebührend zu empfangen.
Als die Reiter näher gekommen waren eröffnete Sebero das Wort. Er versuchte laut und männlich zu klingen, jedoch fehlte ihm dazu die nötige Kraft. Es hörte sich ein wenig piepsig an, doch er lies sich nicht beirren.
"Herzog Gebhard IV. von Tierstein, Gräfin Marada Gebhardstochter von Grünwald. Graf Wikbert Ulfriedssohn, Markgraf der Südmark. Herzlich Willkommen in der Burggrafschaft Falkenburg. Ich bitte Euch zu verzeihen, dass mein Vater, Burggraf Donarger Seberossohn, nicht erscheinen kann. Doch der Winter hat ihn schwer erwischt und er liegt krank in seinen Gemächern. Dennoch freuen wir uns, dass Ihr es geschafft habt zu dieser Jahreszeit zu uns zu kommen. Hoffentlich war die Reise angenehm."
Er machte eine Pause und blickte zu Konrad.
"Nun kommt herein und legt alle Lasten des Weges ab. Man wird euch zu Euren Gemächern führen und Ihr könnt euch ein Bad nehmen. Heute Abend gibt es einen Empfang im Audienzsaal, bis dahin habt Ihr gelgenheit euch die Burg anzusehen." sagte Hofmeister Konrad und bat die Reisenden durch das Tor hinein zum inneren Burghof.

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Re: Auf Falkenburg

Beitrag  Marada von Tierstein am Sa 6 Apr 2013 - 6:36

Marada betrachtete die Burg, wärend sie gemeinsam mit ihrem Vater, Wikbert, Gertrud und einigen anderen den Weg hinauf ritt. Es war ein ganz ansehnliches Gemäuer um das sich scheinbar gründlich gekümmert wurde. Jedenfalls konnte sie keine Anzeichen von möglichem Verfall erkennen.
Als sie das Tor erreichten wurden sie von Wachen in empfang genommen. Das sie zuletzt, nach ihrem Vater und Wikbert genannt wurde, fand sie schon etwas ungewöhnlich. Eigentlich hätte sie wohl nach ihrem Vater genannt werden müssen, aber nungut, es machte ihr nicht wirklich etwas aus.
Also folgten sie Aldamar hinauf in die Burg, wo die ganzen Bewohner, allen voran der kleine Sebero und die anderen Kinder des Grafen bereit standen.
"Ich grüße euch." entgegnete Gebhard von Tierstein und schwang sich etwas schwerfällig vom Pferderücken. Er war noch sehr agil, doch der Ritt durch die Kälte machte auch seine Beine steif. Marada hingegen schien die Steifheit der Kälte unterwegs abgeschüttelt zu haben. Jedenfalls sprang sie leichtfüßig vom Pferd und half ihrem Vater indem sie sein Pferd dazu brachte ruhig zu stehen.
"Sei mir gegrüßt Sebero, Irminar und auch du Adala. - Es bekümmert mich, dass es eurem Vater nicht gut geht. Doch auch meiner Frau, hat der Winter zugesetzt weswegen sie uns nicht begleitet."
Dankend nickte er dann Konrad zu: "Schön euch zu sehen Konrad, ich hoffe eurer Familie geht es gut?"

Marada übergab die Pferde an den Stallmeister, jedoch nicht ohne ihm noch ein paar mahnende Worte mit zu geben. Ihr Pferd war ihr wichtig, besonders auf dieser Reise wollte sie ungern ein anderes nehmen müssen. Sie freute sich schon auf das versprochene Bad und auch auf die kleine Pause, welche sie sich hier gönnten.
"Wikbert, kommst du?" fragte sie über die Schulter und trat neben ihren Vater. Sie war bisher noch nie auf Falkenburg gewesen, doch würde es sicher nicht das letzte Mal sein. Als zukünftige Herzogin würde sie sicher noch die ein oder andere Reise unternehmen müssen.
Marada begrüßte die Kinder und alle anderen anwesenden: "Auch ich grüße euch im Namen der gesamten Familie von Tierstein."
Gertrud wippte mit ihren Füßen und betrachtete die Burg und ihre Bewohner. Scheinbar fand sie das Genze Begrüßungsbrimborium schon wieder langweilig. Etwas mehr Geduld würde ihrer Schwester wahrlich nicht schaden, fand Marada.

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Re: Auf Falkenburg

Beitrag  Wikbert von Reichenbach am Mo 8 Apr 2013 - 8:09

Die Falkenburg. Es war bereits einige Jahre her, seitdem er das letzte
Mal dieses Gemäuer betrat. Doch die Burg war immernoch so, wie er sie in
Erinnerungen hatte. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf seine
Lippen, ehe er das Tor passierte, wo man schließlich angemessen begrüßt
wurde. Auch wenn scheinbar die Reihenfolge etwas durcheinander geraten
war. Doch sei es drum. es war nicht Wikberts Art sich über solche
kleinen Lapalien aufzuregen.

Als er schließlich die Kinder des
Burggrafen sah, tat Wikbert es den anderen Gleich und schwank sich vom
Rücken seines Pferdes hinab. Sebero und Irminar kannte er noch, da waren
sie ganz klein. Jedoch war ihm die Jüngste der Dreien unbekannt. Er war
wirklich lange nichtmehr hier gewesen. Vermutlich erinnerte man sich
garnichtmehr an ihn. So jung wie Sebero damals war.

"Tut mir wahrlich Leid, Sebero, was Eurem Vater geschehen ist. Hoffentlich geht es ihn bald wieder besser!"

Er folgte Marada schließlich und gesellte sich an ihre Seite. Er kannte die Burg bereits etwas, aber sicherlich nicht alle Winkel. Immerhin war er hier nur ab und an zu Besuch gewesen. Nicht wirklich oft. Und nie besonders lang.

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Re: Auf Falkenburg

Beitrag  Wikbert von Reichenbach am Fr 7 Jun 2013 - 5:51

Burggrafschaft Falkenburg, 44. Hartmond 404

Als der Morgen des zweites Tages anbrach war auf der Falkenburg bereits das Leben im vollem Gange. Die Bediensteten machten sich daran die Pferde im Stall zu satteln. Der Herzog von Tierstein, seine Familie sowie der junge Markgraf der Südmark wollten bald wieder aufbrechen. Zu ihrem großen bedauern erging es dem Burggrafen von Falkenburg nicht wirklich gut und er befand sich wahrlich in einer jämmerlichen Verfassung. Sein Sohn, Sebero von Falkenburg, würde sie an seiner statt begleiten.

Das große Tor zur Burg öffnete sich und Wikbert von Reichenbach, der derzeitige Markgraf der Südmark, verließ die Burg. Er kleidete sich heute in einem dunkelblauen Klappenmantel und zog diesen etwas fester um seinen Körper. Handschuhe wärmten seine Hände und schützten sie vor der Kälte, die fühlbar kräftiger war als noch vor zwei Tagen. Er prüfte noch den Sachs an seinem Gürtel, ehe er sich auf den Weg zu den Ställen machte. Die anderen müssten bald nachkommen. Es würde noch eine lange Reise bis nach Reichswacht werden. Mindestens 3 Wochen. Wenigstens hatte man bald diese Berge hinter sich gebracht und durch das Vorschicken der Wagen, sparte man sich ein Stück der Reisezeit ein.

Burggrafschaft Falkenburg, 44. Hartmond 404, einige Zeit später

Die Falkenburg schrumpfte langsam hinter der kleinen Gruppe zusammen, die sich daran machte, den Wagen zu folgen, die sie vor zwei Tagen weiterfahren ließen. Wikbert ritt neben Marada, seiner Verlobten her und sprach mit ruhiger Stimme "Ob es eine so gute Idee war Sebero alleine mitkommen zu lassen? Von einigen seines Hofstaates abgesehen? Ich weiß nicht so recht, ob diese Politik schon was für ihn ist. Zumindest für die Praxis..." Sein Blick wanderte kurz zurück, wo Sebero mit seinem Tross folgte. Er hatte heute noch nicht viel gesprochen.

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Re: Auf Falkenburg

Beitrag  Marada von Tierstein am Mi 12 Jun 2013 - 1:54

So ging es also weiter durch Schnne und Kälte. Marada trug mehrere Kleidungsschichten übereinander und dazu noch ihren Umhang. Die kleine Pause hatte ihr gut getan, auch wenn es ihr nun noch kälter vorkam als davor. Ihr Pferd war jedoch erholt und sie kamen allgemein gut voran.

Als Wikbert sie auf Sebero ansprach zuckte sie mit den Schultern: "Da magst du recht haben, aber wenn es seinem Vater weiterhin so schlecht geht wird er schneller erwachsen werden müssen. Ob es nun gut ist oder nicht, Falkenburg baucht einen Grafen. - Außerdem, er ist ja nicht ganz allein, wir sind doch auch noch da"
Sebero war zwar noch jung, aber es hatte schon jüngere Könige gegeben und ihr Vater hatte erklärt, dass die Mutter eines Minderjährigen Grafen oft der bessere Graf wäre. Und vielleicht war es wirklich wahr und Frauen waren gute Regenten. Es kamm nicht gar so oft vor, darum konnte Marada es nicht so recht einschätzen.
Sie sah zu Wikbert: "Was meinst du, sind Frauen gute Regenten?"
Dabei musste sie natürlich daran denken, dass sie nach ihrem Vater seine Stelle einnehmen würde. Wäre sie wohl eine gute Herzogin? Vorgenommen hatte sie es sich, aber das reichte wohl kaum aus um ein Gebiet wie das Herzogtum gut führen zu können.

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Re: Auf Falkenburg

Beitrag  Wikbert von Reichenbach am Di 25 Jun 2013 - 0:40

Nachdenklich blickte der junge Markgraf in den Himmel "Vermutlich hast du recht. Er hat keine Wahl. In dieser Welt muss wohl jeder die Lasten tragen, die die Götter einem auferlegen. Man muss nur selbst entscheiden, was man aus den Vorraussetzungen macht. Wir sollten ein oder zwei hütende Augen auf ihn werfen." Wikberts Blick wanderte wieder nach vorne. Vielleicht sollte man nicht zuviel darüber nachdenken. Es war nunmal so. Es blieb zu hoffen, das Sebero an fähige Berater geriet.

Als Marada ihre Frage stellte blickte Wikbert sie kurz etwas verwirrt an. Dann schmunzelte er einen Augenblick und lächelte "Ich bin mir sicher, das Frauen ebenso fähige Regenten sein können, wie Männer. Natürlich hängt es ganz von der Person ab. Denk an die ehrwürdige Rekalda, unsere Reichseinigerin. Zwar erbte sie nur alle Reiche, doch war sie fähig genug, sie zu leiten und zu einen." Er ritt ein Stück näher an Maradas Pferd heran und hauchte ihr einen Luftkuss herüber, sie mit einem zuversichtlichen Lächeln ansehend "Und auch du wirst eine gute Herzogin werden, Marada. Wir werden zusammen gute Fürsten sein. Jeder Fürst braucht eine starke Frau an seiner Seite."

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